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Grussword: (Prediger Glöckler Stuttgart)
Psalm 126: V.5: Die mit Tränen säen, werden mit
Freude ernten. V.6: Sie gehen hin und weinen und trage edlen
Same und kommen mit Freuden und bringen ihre garben.
Eingangslied: Du meine Seele singe.
Gedicht [written by Herta Matthia Ball]:
Wir grüssen Euch zu unserm Feste, Ihr lieben
Verwandten und werten Gäste. Seid herzlich willkommen groß und
klein, möget Ihr alle gesegnet sein! Wir danken heut, weils
IHM gebühret, dem HErrn, der uns bis hier geführet.... 25
Jahre sind nun dahin, die wir gewandert mit frohem Sinn. Die
Zeit ist entschwunden wie ein Traum, ich kann es fassen un glauben
kaum! Inmitten der schönen Frühlingszeit haben wir damals
beide gefreit. Einstmals im bräutlichen Schmuck un Glanz, heute
in silbernen Haar und Kranz! Ich schau im Geist uns stehen dort, am
Altar gesegnet durch Gottes Wort. Vom Elternhaus, so lieblich
und traut führst heim Du mich als junge Braut! Wir waren beide
glücklich zuzweit und teilten einander Freud und Leid..... Und
wieder gehen die Gedanken fort, dorthin zu meinem Heimatort, darin
einst meine Wiege stand, mein lieben schönes Heimatland! Die
Jüngste war ich daheim im Nest, von allen gehegt und gepflegt
aufs best! Meine zwei Brüder und's Schwesternpaar umsorgten
so treu mich stets führwahr. Zuhause im schönen Gartengrund verlebten
wir manche fröhe Stund....... Als dann der Krieg brach plötzlich
aus. fanden wir Schutz un Zuflucht zuhaus! Es war uns allen
das Herz so schwer, als Kurt ging fort weit übers Meer.... Wir
mussten uns von ihm ganz trennen, doch Gottes Fügung auch erkennen. Kurt
fand in der Ferne dort sein Glück und kehrte bis heut nicht heim
zurück... Erwin, mein ältester Bruder dann nahm sich der Schwester
besonders an. In seiner Jugend den HErrn er fand, er gab sein
Leben in Gottes Hand! Den gleichen Weg ging ich als bald, Ich
war kaum 18 Jahre alt. Mein Leben wurde reich in Gott, ich
h"rte nicht auf andrer Spott, auf schmalem Wege jetzt geleitet hat
mich der Herr hier zubeereitet. Als Er mich Dir dann einst geschenkt, war's
seine Hand, die uns so treu gelenkt!
Du warst Deiner Eltern einziger Sohn und gingst
früh einsam den Weges schon, wil Dein treues zartes Mütterlein in
früher Jugend Euch ließ allein. Als vom Schulweg heim den Schritt
lenkst Du, schloß sie für immer die Augen zu. Ein Sieg zugleich
war auch ihr Sterben, sie zog Euch nach zu Himmelserben. Die
gute Saat die sie in Euch gelegt, nun reiche Glaubensfrüchte
trägt. Als groß war Dein Verlust und Schmerz, nahmst JESUS
auf Du in Dein Herz! Du durftest Halt un Zuflucht finden Beitreuen
wahren Gotteskindern. Und in Gemeinschaft treuer Brüder sangt
froh Ihr Eure Glaubenslieder! Dann kam die Zeit, da wir uns fanden und
für den Lebens weg verbanden. Wir wagten diesen Glaubensschritt, denn
unser Herr und Meister ging ja mit! Geführt durch rauhe Lebenspfade begleitet
uns des Herren Gnade! Um uns stehn heute unsre "Acht" die
Gottes Güte uns zugedacht. Wir stehn beschämt in Eurem Kreise und
preisen Gott in froher Weise! Es ist mit Worten nich zu sagen, welch
Glück es ist ein Kind zu tragen. vergessen sind die Angst die
Schmerzen, wenns Kindlein ruht am Mutterherzen. Wie wären
wir doch arm am Ende, wenn Gott nich füllt die leeren Hände! ER
wolle reiche Frucht uns geben in unser armes Erdenleben! Zuerst
flogen drei Mägdlein ins Haus, Gott hat sie selber gesucht uns
aus. Rosmarie, Christa, Regina, wir warten wi Blumen sie in
Gottes Garten. Dannfolgt ein Sohn als Nummer 4 und dies war
unser Gottfried hier... Dann kam die Fluch von Haus mit Schmerzen, und
wieder lag ein Kind am Herzen! Als bald der Krieg zuend verloren, ist
unsre Sieghild dan geboren. So zogen wir heimatlos umher es
war oft bitter, hart und schwer! Un immer wenns ging durch's
dunkle Tal, kam zu uns wieder ein Sonnenstrahl! Kalt war der
Winter, mit Schnee und Orkan, da stellte sich ein mein Christian. Es
war eine Zeit voll Hunger und Not, oft hatten wir weder Milch
noch Brot. Doch immer öffnete Gott eine Tür zu speisen die
kleinen Kinder mir. So ging es bergab und auf im Leben, und
Sorgen hat es oft gegeben! Elisabeth erwarten wir mit Bangen, sie
kam und is bald "h i n a u f" gegangen. Benjamin is
unser jüngster Sohn, der Herr tat an ihm viel Wunder schon.... Nun
will die JÜngste ich noch nennen: Dorothea wir alle sie kennen. Sie
ist die letzte der Gottesgaben an welcher wir alle Freude haben. In
späteren Jahren hat alsdann zu uns gefunden ein junger Mann!! Hansmartin,
Schwager und Schwiegersohn, er liebt unsre Älteste lange schon. Sie
warten einander in Treue gern und dienen gemeinsam ihrem HErrn! Und
alle Kinder, dem HErrn sei Ruhm, hat ER erwählt zu seinem Eigentum!
Wenn dieser Tag zuende geht ein neuer wieder
aufersteht. Gott ließ uns dieses Fest erleben, daß wir uns
neu die Hände geben, vereint zu pilgern noch eine Zeit, wartend
und dienend dem HErrn geweiht! Bis in Alter will ER uns tragen, mit
IHM dürfen wir's weiter wagen! ER wird ans Ziel uns endlich
bringen bis ewig wir IHM Dank dort singen!!!
Lied: (von unsern acht Kindern gesungen)
Ja, ICH wil Eug tragen bis in Alter hin un Ihr
solt einst sage, daß ICH gnädig bin!
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